Tanz der Teufel (1981) vs. Evil Dead (2013)

Tanz der Teufel (1981)

TANZ DER TEUFEL ist ein einzigartiger, ein außergewöhnlicher Film und mit nichts vergleichbar… oder er ist der Beweis „wie aus einem Amateurfilm ein weltweites Phänomen wird.“ Mehr als einen einfachen Film konnten die begabten Filmstudenten Sam Raimi, Bruce Campbell, Tom Sullivan und Rob Tapert, trotz aller Begeisterung, finanziell nicht auf die Beine stellen. Zuerst entstand der Kurzfilm WITHIN THE WOODS [1], der schon vieles vom kommenden Projekt eindrucksvoll präsentierte und als Zeugnis bei diversen Geldgebern fungierte. Insgesamt kamen sie auf ein Spielfilm-Budget von ca. 350.000 US-Dollar, dass sie diversen Geldgebern aus dem Kreuz leierten, um ihre Vision final auf Zelluloid zu bannen.

Foto von den Dreharbeiten zu TANZ DER TEUFEL (1981)

Gäbe es nicht zu Beginn die wilde Kamerafahrt durch den Wald, hätten wir einen branchenüblichen Anfang für einen x-beliebigen Slasher- oder Horrorfilm der 1980er vor uns. Fünf junge Leute auf dem Weg in ihren Wochenendurlaub. Doch da ist das unbekannte Etwas, die Bedrohung, die Angst vor dem Verborgenen was im Wald lauert und von der ersten Minute an präsent ist. Geschickt mit der subjektiven Kamera für etwas in Szene gesetzt, dass wir niemals zu sehen bekommen und das die Spannung ins fast unerträgliche steigert. Dass die Fantasie des Zuschauers mächtiger als jeder Film ist, sehen wir in der Fortsetzung, sechs Jahre später. Dann, wenn das unsichtbare am Ende unnötiger Weise enthüllt wird, ist die Enttäuschung umso größer, ob dem dargebotenen. Wieder einmal bewahrheitet sich die Regel, dass nicht immer alles erklärt werden sollte. Aber gerade hier zeigt sich, wie wichtig die konsequente Mitarbeit des Zuschauers beim Konsumieren eines Films ist, bewusst oder unbewusst. Bei aktuellen Produktionen ist diese Mitarbeit größtenteils weder gefordert noch erwünscht, was das nicht mehr vorhandene Niveau zum Teil erklärt.

© Sony Pictures Home Entertainment

Doch zurück zum eigentlichen Thema… Das gestaltlose Wesen ist die bösartige Kopie eines unsichtbaren Gottes, allwissend und allsehend, egal unter welchem Stein die Kreatur Mensch sich auch verstecken mag. Entsprungen aus der pechschwarzen Fantasie eines H. P. Lovecraft, verbannt in einen dunklen, abartigen Wald auf der Erde, wartet er auf seine Zeit. Lovecraft trifft auf „Big Brother“ und verbündet sich gegen alles Leben. Ein dunkler Gott, der alle Fäden in der Hand hält, der Puppenspieler im Hintergrund. Durch außergewöhnliche Schock- und Splattereffekte in Kombination mit einem sparsamen, aber überaus effektiven Score, der unter die Haut geht, sowie einigen beeindruckenden Kameraeinstellungen, erschuf Sam Raimi und seine Freunde eine neue Dimension des Schreckens, die bis heute ihren Einfluss ausübt. Das Ganze war zwar als bitterböse, schwarze Komödie gedacht, verstörte jedoch viele Zuschauer weltweit, die lediglich die überschäumende Gewalt vor Augen hatten. Ähnlich sahen es die Jugendschützer in aller Herren Länder. Lediglich die Anfangsminuten lassen dem Rezipienten etwas Zeit, die Lage zu sichten und die einzelnen Charaktere, zumindest oberflächlich, kennenzulernen. Danach verändert sich nicht nur der Schnittrhythmus, sondern auch das Tempo des Films enorm. Bis zum Ende sind wir in einer Achterbahn des Grauens gefangen, die uns unaufhaltsam dem dramaturgischen Höhepunkt immer näherbringt.

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Auf der einen Seite haben wir exzessive Gewalt gegen den menschlichen Körper, der, begleitet von Körperflüssigkeiten aller Art, wie ein gewaltiger Hammer auf den Rezipienten einschlägt. Auf der anderen Seite steht der Psychoterror in Form schriller Stimmen und Schreie der Dämonen sowie verstörender Bilder. Erst in dieser unwiderstehlichen Kombination aus Körper und Geist entfaltet sich die ganze Dynamik des Grauens in, bis dahin, ungeahntem Ausmaß. Besonderes Lob gebührt Tom Sullivan, der vor allem für die Spezialeffekte zuständig war. Was er, trotz des schmalen Budgets, auf den Bildschirm zauberte, ist schon aller Ehren wert. Glanzstück seiner Arbeit dürfte das „Buch der Toten“ sein, dass bis heute als Sinnbild für das Franchise steht. Beides, Buch wie auch die Story von TANZ DER TEUFEL, stehen in sehr enger Verwandtschaft zu H.P. Lovecrafts „Kosmischen Grauen“, seinem Cthulhu-Mythos und dem Buch Necronomicon.

Die ersten seltsamen Vorkommnisse im Film beginnen bei Minute 8. Nach 15 Minuten wird das Buch im Keller gefunden, nach 25 Minuten gibt es die Vergewaltigung im Wald. Die erinnert mich immer an den Anthologie-Film GESCHICHTEN, DIE ZUM WAHNSINN FÜHREN (TALES THAT WITNESS MADNESS, 1973). Dort erlebte Joan Collins acht Jahre zuvor in ihrer Story MEL ähnliches, dass eine verblüffende Ähnlichkeit mit der Vergewaltigung bei Raimi hat, bis hin zum Zerreißen des Schlafrocks und dem Bloßlegen der Brüste. Zurück zum Film: Kurz darauf wird grandios die zerstörte Brücke in Szene gesetzt, die als Metapher für den Verlust der Realität dient, eine fantastische Idee. Bei Minute 36, die meisten Zuschauer sind bereits mit den Nerven am Ende, kommt der Bleistift zu seinem großen Filmauftritt und ab hier geht der Terror erst so richtig los. Gespickt mit extremen Nahaufnahmen von Augen, Händen und Gesichter, die uns die Angst und den Wahnsinn noch deutlicher spüren lassen. Sie rücken den Rezipienten in eine unangenehme Nähe zu den Protagonisten und dem Grauen, mit dem alle konfrontiert werden.

TANZ DER TEUFEL führt die Tradition fort, dass das Böse nur über eine Verletzung der Haut in den Körper eindringen kann. Eine normale Berührung reicht nicht aus, um die menschliche Grundform zu kapern und die darin verankerte Seele zu vertreiben. Nur durch das Perforieren und Penetrieren dieser reinen Haut, gelingt das Eindringen und die anschließende Vernichtung von innen. So wie in den Klassikern seit Anbeginn des Kinos Horden von Vampiren, Werwölfen oder Zombies es unzählige Male mit den Menschen durchexerzierten.

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Bruce Campbell, wie auch sein Alter Ego Ash, erreichten mit dem Film Kult-Status und wurden zu modernen Ikonen des Horrorfilms. Während Horrorfreunde weltweit bei Sichtung von TANZ DER TEUFEL jubelten, stöhnten die Jugendschützer entsetzt über die neue ausufernde Gewalt auf. Der Film war schneller auf der schwarzen Liste der geächteten Streifen, als von vielen erwartet, und das nicht nur in Deutschland. Alle Verbote änderten nichts an der Begeisterung der Genre-Fans. Im Gegenteil, sie befeuerten das Ganze nur noch und trugen maßgeblich zu vielen Legenden bei, die sich bis heute um den Film ranken. Erst vor kurzem, im Jahre 2016, wurde nach langen Rechtsstreitigkeiten in „Good Old Germany“ seine Freilassung von der berüchtigten Liste erwirkt und es gab eine Neubewertung. Nun ist er ab 16 Jahren freigegeben. Doch von seinem Schrecken hat er in all den Jahren nichts verloren.

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Nach dem Erfolg drehte Sam Raimi noch zwei weitere Filme im EVIL-DEAD-Universum, in dem das Original TANZ DER TEUFEL seine Sonderstellung behauptet. Denn die folgenden Filme starten mit dem ersten Remake-Reboot TANZ DER TEUFEL II (EVIL DEAD II, 1987), dass eine abgespeckte Version des Originals darstellt. Erst hier verliert Ash in einer ikonischen Szene seine Hand und ersetzt sie durch eine Kettensäge. Mit TANZ DER TEUFEL III: ARMEE DER FINSTERNIS (ARMY OF DARKNESS, 1992) führt Raimi die Handlung fort, treibt aber die Komödie und den Slapstick unnötiger Weise auf die Spitze. Im Jahre 2015 erschien die erste Staffel der lang erwarteten Serie zum TANZ-DER-TEUFEL-Franchise mit ASH VS. EVIL DEAD. Das Ganze umfasst bis heute drei Staffeln. Selbstverständlich gab es in der Folgezeit weitere Filme, die das erfolgreiche Konzept kopierten. Ansehnliche Beispiele sind Charles Philip Moores TANZ DER DÄMONEN (1990) oder der schwedische WITHER – CABIN OF THE DEAD (VITTRA, 2012) von Sonny Laguna und Tommy Wiklund. In unserem Best-of der Horrorfilme  findet ihr Sam Raimis Debütfilm auf Platz 4.

Titel, Cast und CrewTanz der Teufel (1981)
OT: The Evil Dead
Poster
ReleaseKinostart: 10.02.1984 (BRD)
seit dem 28.03.2020 auf Blu-ray und DVD

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RegisseurSam Raimi
Trailer
BesetzungBruce Campbell (Ashley ‚Ash‘ J. Williams)
Ellen Sandweiss (Cheryl)
Richard De Manincor (Scott)
Betsy Parker (Linda)
Theresa Tilly (Shelly)
DrehbuchSam Raimi
KameraTim Philo
FilmmusikJoseph LoDuca
SchnittEdna Ruth Paul
Filmlänge85 Minuten
FSKab 16 Jahren

 

Evil Dead (2013)

Ein direkter Vergleich beider Filme gestaltet sich als äußerst schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. Zum einen liegen 32 Jahre Horrorfilmgeschichte zwischen ihnen sowie mehrere Millionen US-Dollar (genauer gesagt gut 17.000.000). Zum anderen handelt es sich bei EVIL DEAD nicht um ein reinrassiges Remake. Nicht zu vergessen die unterschiedliche Herangehensweise beider Regisseure.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der bei Vergleichen immer wieder außer Acht gelassen wird, ist das stark veränderte Sehverhalten heutiger Generationen, sowie deren deutlich kürzere Aufmerksamkeitsspanne. So ist das oberflächliche Konsumieren des Mediums Film in keinster Weise mit dem intensiven Kinobesuch von vor dreißig Jahren vergleichbar. Hinzu kommt die ständige Verfügbarkeit, die dem Film zu einem flüchtigen Ereignis herabstuft. Aber das nur am Rande.

© Sony Pictures

Während in TANZ DER TEUFEL Terror mit Komödie vermischt wurden, legt Fede Alvarez in seiner Version den Schwerpunkt ganz klar auf Terror ohne jede Ablenkung. Terror gegen die Protagonisten seines Films und gegen den Zuschauer. Seine Interpretation des Stoffs ist weder komisch, noch hat er irgendwelche humoristischen Einlagen zu bieten. Nein, hier werden keine Gefangenen gemacht. Dagegen legte Sam Raimi seine Protagonisten, wie auch die Dämonen, in den Stilen von Comicfiguren an, extrem überzeichnet. Man denke nur an Ash, der in der ersten Hälfte des Films mehr mit der spärlichen Inneneinrichtung der Hütte zu kämpfen hat, als gegen die eigentlichen Dämonen was Assoziationen an bekannte Slapstickfilme aus der Stummfilmära hervorruft. Im Remake dagegen ist die Story wie auch die Protagonisten im hier und jetzt verankert. Jede Rolle ist mit einer kleinen Hintergrundgeschichte ausgestattet. Das am Ende von EVIL DEAD auch noch der Kampf der Geschwister ansteht, war unmittelbar nach der Einführung beider Charaktere, Mia (Jane Levy) und David (Shiloh Fernandez) unvermeidbar, geradezu vorhersehbar, eine Variante der biblischen Geschichte von Kain und Abel. Die Autoren waren sichtlich bemüht, die Figuren, wie auch das ganze Setting, extrem real aussehen zu lassen. Trotz allem finden wir nur die üblichen Stereotypen, wie sie aus unzähligen Teenie-Horrorfilmen bekannt sind. Das ganze Ensemble von EVIL DEAD erinnert sehr an den zwei Jahre zuvor erschienenen THE CABIN IN THE WOODS (2011), wobei der sich wiederum sehr an den Original TANZ DER TEUFEL anlehnt und sich als Parodie versteht. In EVIL DEAD sticht keiner der neuen Charaktere hervor. Sie bleiben nur schwache Epigonen ihrer übergroßen Vorbilder. Positiv für Alvarez´ Version ist, dass er niemanden als Ersatz-Ash in den Ring schickt.

Photo by Kirsty Griffin – © Sony Pictures

Doch warum dieser Vorspann? Warum gleich zu Beginn die Hosen herunterlassen und mehr als deutlich machen, wohin die Reise gehen wird? Regisseur Fede Alvarez stellt damit sofort klar, dass ihm nichts an einem ruhigen Start liegt, so wie bei Raimi. Er fällt lieber mit der Tür ins Haus. 1981 wussten wir nicht im Geringsten, was uns erwartet, als wir die Kinokarte für TANZ DER TEUFEL lösten. Es gab so gut wie keine Werbung, lediglich einige wenige Aushangfotos am örtlichen Kino, die unaussprechliches Grauen für jeden versprachen, der es wagen sollte hier einzutreten. Heute wird der ganze Gruselspaß durch unzählige Trailer und Werbung in allen Medien bereits im Keim erstickt. Wenn dann endlich der Film startet, hat jeder Kinobesucher mehr als nur eine Ahnung was ihn letztendlich dort erwartet. Überraschung ausgeschlossen.

© Sony Pictures

„Er beobachtet Dich“, heißt es im neuen Buch „Naturom Demonto“, was gleichzeitig den Kreis zu Lovecrafts Geschichten um „die großen Alten“ wieder schließt. Aus einer Brücke wurde ein Fluss, der über seine Ufer tritt und ein Entkommen unmöglich macht: Das Wasser steht uns bis zum Hals, im wahrsten Sinne des Wortes. Die Funktion als Metapher für den Verlust der Realität, wie vormals die Brücke, ist die gleiche. Abstriche gibt es beim unsichtbaren Bösen, dass uns so prächtig im Original begleitete. Hier ist es nur noch eine schwache Präsenz im Wald, die zudem gleich von Anfang an ein Gesicht verpasst bekommt. Der geniale Cocktail von psychischer und physischer Gewalt war bei TANZ DER TEUFEL essenziell. Das macht den Film so besonders; ein Angriff nicht nur auf den Körper, sondern auch den Geist. Während in der Neuauflage nur noch die Karte der physischen Gewalt gespielt wird. Die psychische Komponente erschöpft sich in der Möglichkeit, dass das Grauen nur ein Alptraum oder eine Vision sein könnte. Damit kommen wir gleich zur möglichen Interpretation des ganzen Spektakels. Im Original gibt es nur eine Ebene, und zwar die des Bösen, Metaebenen und anderer Schnickschnack sind unnötig. Mittlerweile ist es in aktuellen Produktionen zur Mode geworden, mit mehreren Varianten auf die Zuschauer loszugehen, so auch hier: Drogen und der kalte Entzug, Alpträume oder gar Wahnvorstellungen? Da Mia schon aufgrund einer Überdosis für ein paar Minuten das Zeitliche gesegnet hat, besteht zu dem die Option, die Handlung des Films als ihren persönlichen Höllentrip anzusehen wie in JACOB‘S LADDER – IN DER GEWALT DES JENSEITS (1990) perfekt durchgespielt wurde. Sucht euch einfach was aus, für jeden ist etwas dabei, alles ist möglich. Genauer wird auf keine der Möglichkeiten eingegangen.

Photo by Kirsty Griffin – © Sony Pictures

Hervorzuheben ist die Tatsache, dass für Alvarez Gewaltfantasie keinerlei digitale Effekte zum Einsatz kamen. Alle Gore-Einlagen sind handgemacht, was jedem Horrorfreund sofort ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Alvarez bestätigte das in einem Inteview: „Wir haben keinerlei CGI für den Film gemacht […] Alles was Sie sehen werden ist echt, was wirklich herausfordernd war. Das war ein sehr langer Dreh, 70 Tage bei Nacht. Es gibt einen Grund warum Menschen CGI verwenden; es ist billiger und schneller, ich hasse das. Wir erforschten sehr viele magische Tricks und Illusionen.“ [2] Und ja, die Effekte sind wirklich fantastisch, hart und überaus blutig, vergleichbar mit den Splattereinlagen der alten SAW-Reihe (2004-2010).

Photo by Kirsty Griffin – © Sony Pictures

Ob es ein Remake oder eine Fortsetzung ist, bleibt dahingestellt. Das Auto, mit dem Ash und seine Freunde im TANZ DER TEUFEL die Hütte erreichen, steht bei Alvarez immer noch an selbigem verfluchtem Ort und rostet vor sich hin. Wie wir alle wissen, wurde genau dieses Auto am Ende von TANZ DER TEUFEL 2, zusammen mit Ash, in den Zeitstrudel gezogen und beide landeten in der Vergangenheit. Diese Inkonsistenz innerhalb der Reihe ist wohl Programm, man vergleiche nur das Ende von TANZ DER TEUFEL 2 und den Beginn von TANZ DER TEUFEL III: ARMEE DER FINSTERNIS. Oder gar die Serie, in der Ash wieder in seiner Zeit agiert, obwohl er nach Teil drei in der Zukunft gelandet ist. Alvarez ignoriert alle Teile, die nach dem Original entstanden sind und hängt sich direkt an Raimis Klassiker, eine gute Entscheidung. Ich würde EVIL DEAD eher als Ergänzung im TANZ-DER-TEUFEL-Universum sehen, nur viel später nach den Ereignissen die Sam Raimi so genial in Szene setzte. Das Böse, dass hier für alle Zeiten haust, verlangt nach Menschenfleisch. Durch eine nicht näher definierte Kraft erzwingt dieser dunkle Gott, den fortwährenden Besuch von Menschen an diesem unwirklichen Ort, jenseits unserer Vorstellungskraft. Immer und immer wieder, ein ewiger, blutiger Kreislauf. Und wer weiß, vielleicht ist dieses Fleckchen Erde, an dem die Hütte steht, einer jener magischen Orte die Lucio Fulci in seinem ÜBER DEM JENSEITS (…E TU VIVRAI NEL TERRORE! L‘ALDILA, 1981) beschrieben hat. Seltsam, aber so steht es geschrieben…!

© Sony Pictures

Fazit

Eine Handvoll Amateure erschufen Anfang der 1980er-Jahre eine bis dahin nicht gekannte Dimension des Schreckens, die das Nervenkostüm des Betrachters aufs äußerste malträtierte. 30 Jahre später zeigt Fede Alvarez uns einen kleinen, garstigen Ableger aus dem TANZ-DER-TEUFEL-Universum, der das Vernichten des menschlichen Körpers neu definierte. Das Original polarisierte Kinogänger wie auch Kritiker, ein ähnlicher Prozess spielte sich 2013 mit EVIL DEAD ab. TANZ DER TEUFEL hat die schwarze Komödie als Partner zum Tanz gebeten, EVIL DEAD hingegen verweigert sich solchen Spielereien.

Doch eines ist und bleibt für beide Werke gültig: Sie mischten die Grenzen filmischer Gewalt in exzessiven, blutigen Bildern gründlich auf. Letztendlich liegt es am Betrachter, welche Version er bevorzugt, welche Art von Grauen ihn mehr fasziniert und vor allem auch überzeugt.

Gesehen im Zuge meiner #FluxHorrorfilmRemakes-Filmchallenge

© Stefan F.

Titel, Cast und CrewEvil Dead (2013)
Poster
ReleaseKinostart: 16.05.2013
seit dem 02.10.2013 auf Blu-ray und DVD

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RegisseurFede Alvarez
Trailer
BesetzungJane Levy (Mia)
Shiloh Fernandez (David)
Lou Taylor Pucci (Eric)
Jessica Lucas (Olivia)
Elizabeth Blackmore (Natalie)
Jim McLarty (Harold)
DrehbuchFede Alvarez
Rodo Sayagues
KameraAaron Morton
FilmmusikRoque Banos
SchnittBryan Shaw
Filmlänge96 Minuten
FSKab 18 Jahren

 

Quellen

[1] YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=2vbQTW-lnUc

[2] Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Evil_Dead

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