Solis Filmkritik

Solis – Filmkritik

Regisseur Carl Strathie war mir bis zu diesem Film ein vollkommen Unbekannter und laut IMDb ist SOLIS auch sein erster Spielfilm. Davor hatte er lediglich sechs Kurzfilme als Regisseur zu verantworten. SOLIS feierte seine Deutschlandpremiere auf dem Fantasy Filmfest 2018, leider ist mir nicht bekannt, wie die Zuschauer dort auf das Weltraumabenteuer reagierten. Kommen wir aber erst einmal zum Inhalt.

Solis(2018) Filmkritik
© Capelight Pictures

Inhalt

Der Ingenieur Troy Holloway (Steven Ogg) arbeitet für ein im Weltraum tätiges Minenunternehmen. Bei einem Unfall auf einem Asteroiden, kann er sich mit einer Rettungskapsel in den Weltraum schießen. Sein Schiff ist manövrierunfähig und rast auf direktem Kurs in die Sonne. Ein weit entferntes Rettungsteam, unter der Leitung von Commander Roberts (Alice Lowe), stellt über eine schwache Funkverbindung Kontakt zu ihm her. Durch umherfliegenden Weltraumschrott wird die Hülle der Kapsel perforiert und Holloway muss schnellstens das Loch finden. Zudem wird es immer heißer, denn mit jeder Minute kommt er der Sonne näher.

© Capelight Pictures

Atemlos im Weltraum

Steven Ogg dürfte den meisten aus zwei TV-Serien-Highlights der letzten Jahre bekannt sein. Das eine ist THE WALKING DEAD, dort spielte er den Charakter Simon in der achten Staffel. Die andere Serie ist WESTWORLD, dort hatte er in Staffel eins und zwei die kleine Nebenrolle als Rebus. Mehr Schauspieler gibt es in dem kleinen Kammerspiel auch nicht zu bewundern, denn der Rest der Besetzung ist nur durch ihre Stimmen zu hören, sieht man mal von der Leiche ab, die neben Troy Holloway auf dem zweiten Platz in der Kapsel sitzt. Die Story erinnerte mich mehr und mehr an GRAVITY aus dem Jahre 2013, nur mit einem Schauspieler und der Sonne im Mittelpunkt. Ein Störfall jagt den nächsten und macht alles nur noch schlimmer. Die Story ist dennoch nicht gerade besonders überraschend und leider sehr oft vorhersehbar.

Solis(2018) Filmkritik
© Capelight Pictures

Es ist beileibe nicht einfach, als einziger Schauspieler einen ganzen Film zu schultern. Mir fällt auf die Schnelle nur ein einziger, ähnlich aufgebauter Film ein: BURIED – LEBEND BEGRABEN in dem Ryan Reynolds eine umwerfende Vorstellung gibt. Aber das ist wohl auch eines der Hauptprobleme, die der Film hat, denn Steven Ogg hat nicht das Talent und Charisma eines Ryan Reynolds, auch wenn er sich alle Mühe gibt. Die erste Hälfte hat der Film mich noch mitgenommen und auch interessiert, aber je länger er lief, desto unlogischer und unsinniger wurden die Handlungen unseres Protagonisten. Das zweite große Problem von SOLIS ist, dass man als Zuschauer sehr schnell die niedrigen Produktionskosten bemerkt, mit denen der Film produziert wurde. Gerade bei den ganzen Effekten, vor allem die Außenaufnahmen, lassen das geringe Budget deutlich sichtbar werden. Da fällt mir gleich wieder GRAVITY oder auch DER MARSIANER mit deren grandiosen Panorama-Aufnahmen ein.

© Capelight Pictures

Fazit

Nicht dass wir uns jetzt falsch verstehen, es gibt auch gute Filme mit schlechten Effekten, aber wenn die Story keine Spannung enthält, der Schauspieler in seinem Alleingang auch nicht gänzlich überzeugt, dann fällt es umso mehr auf, dass an den Effekten gespart wurde. Was nach Filmende bleibt, ist die Enttäuschung und das Gefühl: Da wäre viel mehr möglich gewesen.

 

Die Blu-ray

Blu-ray-Cover © Capelight Pictures

Das Bild von Solis ist in Ordnung, vor allem sticht die kräftige Farbpalette mit ihren auffälligen Rot- und Gelbtönen heraus. Der Ton kommt in DTS-HD Master Audio 5.1 in Deutsch und Englisch. Die Stimmen der restlichen Protagonisten, die nur über Funk zu hören sind, finde ich etwas zu leise abgemischt, aber eventuell war das auch Absicht. Bis auf einen Kinotrailer gibt es keine Extras auf der Scheibe.

Titel, Cast und CrewSolis (2018)
Poster

Release
ab dem 21.12.2018 auf Blu-ray/DVD erhältlich
Bei Amazon kaufen (Affiliate Link)
RegisseurCarl Strathie
Trailer
DarstellerSteven Ogg (Troy Holloway)
Alice Lowe (Commander Roberts)
Kate Coogan (Liz Holloway)
DrehbuchCarl Strathie
MusikDavid Stone Hamilton
KameraBart Sienkiewicz
SchnittLesley Walker
Filmlänge92 Minuten
FSKab 12 Jahren
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