No Game No Life – Review

Ihr möchtet am liebsten den ganzen Tag nur Videospiele spielen und seid darin auch noch richtig gut? Es kann sich niemand mit euch messen? Die Welt bietet für euch keine Herausforderungen? Wie wäre es dann mit einer Welt, in der jegliche Probleme mit Spielen entschieden werden? Zugegeben, es klingt unrealistisch, aber genau diesem kindischen Konzept möchte sich No Game No Life” annehmen. Ob das gut geht oder ob einfach nur ein paar Klamotten der Mädchen fliegen, erfahrt ihr hier.

Inhalt „No Game No Life”

Die Geschwister Sora und Shiro sind NEETs oder auch sogenannte Shut-ins. Im Wesentlichen Menschen, die das Haus oder noch schlimmer ihr Zimmer nicht verlassen, außer es ist dringend notwendig. Ihren Alltag nutzen sie, um von morgens bis abends Videospiele zu spielen. Im Internet sind sie unter dem Alias Blank berühmt. Eines Tages erreicht sie eine E-Mail eines unbekannten Absenders, der sie zu einem Schachspiel herausfordert. Nach gewonnener Partie erscheint ein Text auf ihrem Bildschirm „Wie gefällt euch eure Welt?” Plötzlich werden sie in eine andere Welt gezogen, in der alle Konflikte durch Spiele und einen Einsatz beider Seiten entschieden werden. Dazu gibt es 10 Regeln, die durch den Gott Teto erstellt wurden und welche die Spiele beeinflussen.

In dieser Welt versucht das Gamer Duo die 16 Rassen zu vereinen, Teto erneut herauszufordern und Götter der neuen Welt zu werden. Werden sie es schaffen? Findet es heraus!


© KSM Anime

Bild und Ton

Was „No Game No Life” in meinen Augen besonders macht, sind die Farben. Selten sieht man schwarze, harte Outlinings, sondern eher dünne farbenfrohe Ränder und Lichter. Ebenso eindrucksvoll sind die Umgebungen der einzelnen Rassen. Ob es nun die steinerne Stadt der Menschen, der Wald der Elfen oder die asiatischen Gebiete der östlichen Föderation sind. Alle sind sie detailgetreu gezeichnet und wirken fantasievoll und verspielt. Das einzige Manko ist der Fanservice der Serie: Bei den Damen gibt es wie meist nur zwei Arten von Oberweiten, entweder Doppel Z oder nicht vorhanden. Des Weiteren werden diese sehr gern zur Schau gestellt. Wer damit allerdings klar kommt oder dem sogar entgegenfiebert, wird hier auf seine Kosten kommen.

Der Soundtrack bietet eine Vielfalt an Songs, die zu den jeweiligen Situationen beitragen: Ruhiges Daher-Klimpern neben dem Alltäglichen, spannende Töne zu wegweisenden Momenten, verspielte Melodien zu fantasiereichen Rassen oder Lieder, die einem das Blut zu den Spielbeginnen in Wallung bringen. Shinji Hosoe beweist, wie eindrucksvoll das sein kann. Besonders möchte ich euch den Song All of you is all of me” ans Herz legen. Es macht einfach Spaß bei „No Game No Life” zuzuhören.

Die deutsche Synchronisation ist bombastisch gut. Die Sprecher legen sich richtig ins Zeug, um die Charaktere zum Leben zu erwecken und komödienhaft darzustellen. Tausend Daumen hoch für die tolle Arbeit!


© KSM Anime

Trivia

Thiago Furukawa Lucas auch unter dem Pseudonym Yuu Kamiya als Autor bekannt, schrieb No Game No Life” als Light Novel. Light Novels sind inhaltlich leichtere Romane, die hier und da Illustrationen im Mangastil zu den Charakteren oder bestimmten Situationen der Geschichte aufweisen. Seit dem Erfolg der Light Novels und dem Anime, hilft Yuu Kamiya bei der Mangaumsetzung der Vorlage.

MADHOUSE Inc. hat als Animationsstudio schon immer Anime-Projekte ins Leben gerufen, die ungewöhnlich oder anders sind. Daher sind Animes wie z. B. „One-Punch Man”, „Death Parade” oder auch „BECK: Mongolian Chop Squad” aus ihrem Haus entstanden.

Bei uns sicherte sich KSM die Rechte am Anime und brachte am 17.05.2018 eine wunderschöne Gesamtbox auf den Markt. Diese kann ich nur empfehlen, da neben den üblichen Trailern, Bildergalerie und Openings/Endings auch zwei Extras vorhanden sind, welche mich positiv überrascht haben.

Zum einen haben wir die OVAs, welche Kurzgeschichten neben den Hauptereignissen des Animes sind. Und obwohl sie nicht viel Neues bieten, überzeugen sie mit dem gewohntem Humor der Serie. Zum anderen gibt es die Episoden mit Audiokommentaren der Charaktere. Das ist doch nichts Neues? Lest nochmal genauer: Charaktere. Richtig, nicht die Produzenten oder die Synchronsprecher kommentieren die Szenen, sondern die teilweise idiotischen Charaktere, welche mich hier und da den Tränen nahe gebracht haben. Diese Extras kann ich jedem empfehlen!

 

© KSM Anime

Fazit

„No Game No Life” ist eine Komödie mit OP-Protagonisten durch und durch. Trotz des vielen Fanservices, welcher aber auch gut in Witzen eingebaut wird, überraschen Welt und Charaktere durch ihre Naivität und Finesse zugleich. Klingt komisch, ist aber so. Es gibt zwar keine stark verzweigte oder intrigante Geschichte, aber das ist es auch, was diesen Anime so großartig macht.

Wer etwas Leichtes für ein oder zwei schöne Abende zum Abklingen des Tages und etwas fürs Auge und Ohr braucht, ist bei diesem Anime sehr gut aufgehoben. Eine klare Empfehlung von mir!

 

Titel, Cast und Crew

No Game No Life (2014)

Poster

Veröffentlichung

ab 17.05.18 // Vol. 1 - 3 // Blu-Ray & DVD von KSM Film (auf Amazon kaufen) Affiliate-Link

Regisseur

Atsuko Ishizuka

Trailer

Genre

Comedy / Ecchi

Managvorlage

Yuu Kamiya

Charakter Design

Yuu Kamiya

Musik

Shinji Hosoe

Animationsstudio

Madhouse Inc.

Serienlänge

12 Episoden mit insgesamt 287 Minuten Spielzeit

FSK

ab 16 Jahren
Keinen Beitrag verpassen
20

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.