Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth (2014)

Hinter den Kulissen: Die Produktion

Es hatte nicht lange gedauert bis 20th Century Fox sich nach dem Bestseller-Erfolg der Buchreihe die Filmrechte sicherte. Autor James Dashner spricht in einem Interview davon, dass er ein totaler Filmfan ist und bereits beim Schreiben dieses Weltuntergangs-Szenarios mit starker Überlebenskampfthematik in filmischen Perspektiven dachte. Die Produzenten wollten einem jungen Regisseur die Möglichkeit geben die Regie zu übernehmen. Die Wahl fiel auf Wes Ball, der schon in seinem animierten Kurzfilm RUIN sein gutes Gespür für dystopische Zukunftsvisionen bewiesen hatte.
Ball prägte mit seinen Design-Entwürfen auch stark die Optik des Films und zeigte mit einem ähnlichen Interesse für Natur und Abenteuer wie der Schriftsteller, welchen Fokus aufs Artwork von MAZE RUNNER – DIE AUSERWÄHLTEN IM LABYRINTH gelegt werden sollte. Als Drehort für die Außenaufnahmen, speziell für die Lichtung innerhalb des Labyrinths, wurde der US-Bundesstaat Louisiana gewählt, wo man die richtigen Bedingungen für Klima und Vegetation vorfand. Die Hütten wurden zum größten Teil aus Material gebaut, welches der Wald in der Umgebung zur Verfügung stellte. Das größte nachzubildende Gebäude, war der Eingang zum Labyrinth: ein massives Tor mit Wänden, jede Seite 3.500 kg schwer. Die Seiten konnten mechanisch geöffnet und geschlossen werden. In der Umgebung des Tors brachte man Green Screens an, um das restliche Labyrinth am Computer zu erstellen.

© 2014 Twentieth Century Fox

Die Wände innerhalb des Irrgartens wurden im Baukastenprinzip gebaut – diese Kulissen konnten für die jeweiligen Kameraeinstellungen so schnell umgestellt werden, um neue Perspektiven zu erhalten. Nach 43 reinen Drehtagen begann die wichtige Arbeit an den visuellen Effekten. Es mussten nicht nur jede Menge hohe Wände in Kameraaufnahmen eingefügt werden, sondern auch die „Griever“ erhielten in diesem Produktionsschritt erst ihre vollständige Gestalt. Damit die Schauspieler beim Dreh aber einen Orientierungspunkt hatten und auch etwas physikalisch mit ihnen interagierte, steckte man Stuntmen in vollkommen blaue Anzüge und mit vollem Protektoren-Schutz und lies sie so mit den Darstellern kämpfen. Die Einfärbung der Stuntmen war wichtig, damit die VFX-Künstler sie besser aus den Szenen retuschieren konnten, um den furchterregenden Halb-Riesenspinnenmonster-Halb-Robotern, digitales Leben einzuhauchen.

© 2014 Twentieth Century Fox

Handlung

Thomas (Dylan O’Brien) wacht in einem Lastenaufzug auf, der mit hoher Geschwindigkeit einer Oberfläche entgegenfährt. Oben angekommen, findet er sich auf einer Lichtung wieder und blickt in die Gesichter einer Vielzahl Jugendliche in seinem Alter. Thomas verfügt über keinerlei Erinnerungen, weder an seinen Namen noch an seine Vergangenheit. Als er vor Angst querfeldein über die Wiese rennt, sperrt ihn die Horde Jungs erst einmal ein. Thomas – sein Name fällt ihm nach ein paar Tagen wieder ein – erfährt, dass dies kein natürlicher Ort ist und dass um die Lichtung ein riesiges Labyrinth gebaut wurde. Es gibt keinen Ausweg. In den letzten drei Jahren sind in regelmäßigen Abständen ausschließlich männliche Jugendliche mit diesem Fahrstuhl angekommen. Die Gruppe führt ein friedliches Zusammenleben. Jeder hat seine Aufgabe zu erfüllen: Handwerk, Ackerbau oder Viehzucht, um einen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten.

© 2014 Twentieth Century Fox

Es gibt aber auch die sogenannten „Läufer“, die täglich das Labyrinth nach einem Ausgang erkunden. Sie müssen bis zum Ende des Tages zurückkehren, denn dann schließen sich die Tore zur Lichtung – Die Nacht im Irrgarten gehört den „Grievern“ – Neben ihrem großen furchteinflößenden spinnenartigen Körper besitzen sie einen Giftstoff, der Infizierte in aggressive, zombiegleiche Wesen verwandelt. Wer erkrankt ist, wird aus der Lichtung verbannt. Als eines Tages das erste Mädchen, Teresa (Kaya Scodelario), auf der Lichtung ankommt und Thomas sofort wiedererkennt, ist die Aufregung groß, denn mit ihr kommt auch die Nachricht, dass sie die Letzte sein wird. Thomas wird ein Läufer und erkundet das Labyrinth, das sich aber täglich verändert. Eines Abends schließen sich die Tore zum Labyrinth nicht mehr und die Gruppe muss um ihr Überleben kämpfen.

© 2014 Twentieth Century Fox

Review

Neben den offensichtlichen Parallelen zu ähnlichen Filmen hat MAZE RUNNER – DIE AUSERWÄHLTEN IM LABYRINTH ein paar wirklich gut gelungene Ideen und Konzepte, welche diesen Teil nicht nur zu einem Erfolg an der Kinokasse werden ließ, sondern auch Filmkritiker überzeugt. Allem voran besteht die Besetzung aus noch unbekannten jungen Schauspielern. Das verleiht dem Film nicht nur etwas Originelles, sondern auch den Charme des Neuen. Das Labyrinth und das übrige Setting sind wirklich liebevoll gestaltet und die visuellen Effekte treten nicht zu stark in den Vordergrund, sondern tragen zur Stimmung bei.

© 2014 Twentieth Century Fox

Viel Wert wird auf einen klaustrophobischen Kameraausschnitt gelegt und die Charaktere befinden sich permanent im Schatten der hohen Labyrinth-Mauern. Einen Horizont sieht man nie und dadurch fühlt sich auch der Zuschauer eingesperrt. Wenn sich Thomas in den Szenen noch durch die letzten Stücke Mauer quetscht, wird man auch als Außenstehender schwitzende Finger bekommen. Das Filmende kommt vielleicht ein bisschen zu großspurig daher, aber es sollte ja ein großer Appetithappen auf den zweiten Teil ausgelegt werden: MAZE RUNNER – DIE AUSERWÄHLTEN IN DER BRANDWÜSTE.

© Christoph Müller

Titel, Cast und CrewMaze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth (2014)
OT: The Maze Runner
Poster
RegisseurWes Ball
ReleaseKinostart: 16.10.2014
ab dem 26.02.2015 auf Blu-ray, DVD und UHD

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Trailer
BesetzungDylan O'Brien (Thomas)
Aml Ameen (Alby)
Ki Hong Lee (Minho)
Blake Cooper (Chuck)
Thomas Brodie-Sangster (Newt)
Will Poulter (Gally)
Dexter Darden (Frypan)
Kaya Scodelario (Teresa)
Chris Sheffield (Ben)
Joe Adler (Zart)
Alexander Flores (Winston)
BuchvorlageNach dem gleichnamigen Roman von James Dashner
DrehbuchNoah Oppenheim
Grant Pierce Myers
T.S. Nowlin
FilmmusikJohn Paesano
KameraEnrique Chediak
SchnittDan Zimmerman
Filmlänge113 Minuten
FSKab 12 Jahren

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