Food Wars! Shokugeki no Soma Szenenbilder

Food Wars! Shokugeki no Soma Staffel 1 – Anime-Serien-Empfehlung

„Bitte, hauen Sie rein!“

Auch wenn die Jugend mit ihrem unreifen Musikgeschmack, dem mutwilligen Kleidungsstil und der Ignoranz gegenüber ihrer Umgebung einen selbst an den Rand der Wahnsinns treiben kann, muss man ihr doch eins zugestehen: Ihr liegt die Welt zu Füßen. Sie können noch alles werden, haben enorm viel Freizeit für Kreativität und gehen unvoreingenommen an alles ran. Zugegeben, leider auch das Paradoxe, jungen Menschen ist dies leider nicht klar. Ich selbst kann mich daran erinnern, eher Zeit vor der Glotze verbracht, unerreichbaren Damen nachgeschmachtet und darauf gewartet zu haben, das nächste Taschengeld für etwas Sinnloses auszugeben. Diese Gedanken sprangen so durch meinen Kopf, als ich mir die neue Anime-Serie FOOD WARS! angesehen haben. Der Protagonist Sōma hat solche Probleme nämlich gar nicht und das macht ihn zu einem so coolen Typ, dass ich selbst mit Mitte 30 neidisch auf diesen 14-Jährigen bin, wie er einer der besten Köche der Welt wird.


© Yuto Tsukuda, Shun Saeki/Shueisha, Food Wars!Shokugeki no Soma Committee

Inhalt FOOD WARS!

Sōma Yukihira ist in der Mittelschule und arbeitet seit dem er denken kann in dem einfachen japanischen Restaurant seines Vaters. Beide liefern sich Wettstreite, wer die besten Gerichte macht und Sōma muss eine Niederlage nach der anderen einstecken, was ihn aber nur weiter anspornt besser zu werden. Er hat den simplen Wunsch, das Familien-Restaurant „Yukihira“ zu leiten. Der alleinerziehende Vater schickt Sōma aber erst einmal auf eine Kochschule. Es ist nicht „nur“ eine Kochschule, sondern DIE KOCHSCHULE mit den Namen Tōtsuki-Akademie, wo hauptsächlich wohlhabende Schüler alles über die Kunst des Kochens lernen. Wie man es von der japanischen Kultur gewöhnt ist, wird hier nicht nur gekocht, sondern Perfektion gelehrt. Dementsprechend hoch ist die Durchfallquote und dann gibt es noch die ein oder andere Schultradition, die den Schülern das akademische Genick brechen kann. Typisch Anime, alles weit über die Realität hinaus, aber dafür umso schmackhafter.


© Yuto Tsukuda, Shun Saeki/Shueisha, Food Wars!Shokugeki no Soma Committee

Für alle Sinne etwas

Okay, meine Inhaltsangabe beschreibt ungefähr die erste Folge, danach geht es einfach nur noch wild in der Serie ab. Es wird in Lichtgeschwindigkeit Gemüse geschnitten, aus ausweglosen Situationen, die besten Gerichte gekocht und die eine oder andere Dame in Ekstase versetzt. Ja, das passiert nämlich recht oft, wenn  Sōmas Essen von den gut gebauten weiblichen Charakteren verkostet wird. Da fliegt die Kleidung nur so weg und sie geben sich vollständig dem (Essens)Genuss hin. Die Serie bleibt der Jugend mit einer Altersfreigabe zwischen 12 und 16 Jahren zugänglich, aber auf einem schmalen Grad. Da verdeckt nur noch manchmal ein Stück Spargel den Blick auf die primären oder sekundären Geschlechtsmerkmale. Aber bevor ihr denkt hier geht es nur darum sabbernde Jungs vor den Fernseher zu ziehen, muss man FOOD WARS! doch vor allem einen ersten Ansatz von Gleichberechtigung zugestehen. So wird nicht nur die Sicht auf wohlgeformte weibliche Körper freigemacht, sondern auch auf die Herren der Schöpfung. Sicherlich nicht in der gleichen Häufigkeit und mit Schönheitsidealen weit ab der Realität, aber dafür weiß die Serie es zu nutzen, um immer mal einen Scherz auf eigene Kosten zu machen. Was den sexuellen Aspekt etwas abmildert, ist die Motivation der Kochschüler. Hier geht es nicht darum möglichst viele Herzen zu erobern oder besagte Höschen fliegen zu lassen, sondern das beste Essen der Welt zu kochen. Sōma freut sich eher darüber, wenn es schmeckt hat, anstatt über die wogenden Brüste seine Verkosterinnen.


© Yuto Tsukuda, Shun Saeki/Shueisha, Food Wars!Shokugeki no Soma Committee

Fanservice schmückt eine ehrliche Geschichte

Wenn man die pubertierende Sichtweise als Beiwerk ausblendet, erstrahlt eine schöne Geschichte über einen Jungen, der von dem simplen Wunsch in die Fußstapfen seines Vaters zu treten geleitet wird. Und ganz nebenbei wischt er durch seine einfache Ausbildung im heimischen Betrieb mit der ganzen Gourmetküche und dem Klassenstatus sprichwörtlich den Fußboden auf. Ihm gelingt nicht alles auf Anhieb und Sōma muss die ein oder andere Niederlage, in dieser mit 24 Folgen (Gängen) besetzen ersten Staffel, hinnehmen, aber dadurch bleibt die Serie ungemein spannend. Es fächert sich von Folge zu Folge durch neue Figuren eine kreative Geschmackspalette von Handlungen und Kochstilen auf, dass einem ganz schwindlig wird. Die Kämpfe in Form von Kochduellen, sogenannte Shokugeki, können es in Sachen Action ohne Probleme mit einem ONE PIECE-Duell aufnehmen.
Die japanische Perfektion findet im Kochen und Essen eine passende Spielwiese und FOOD WARS! bringt einen Stück für Stück alles darüber bei. Nicht nur asiatische Kochkultur wird uns Zuschauern kredenzt, sondern zum Beispiel auch die französische Küche in Form eines Rezeptes für Bœuf bourguignon. Eine Vielzahl von sympathischen Mitstreitern und spätere Freunde von Sōma runden diese erlesene Mahlzeit perfekt ab. Jeder hat sein Spezialgebiet, worüber wir etwas erfahren und auch der richtige Umgang mit Nahrung wird zum Thema von so mancher Folge. So tritt Sōma mit einem günstigen Stück Fleisch aus dem Supermarkt gegen ein Gourmet-Filet an oder es gibt die Herausforderung aus Resten ein gutes Gericht zu machen. Somit kann man FOOD WARS! auch einem richtig eingestellten moralischen Kompass durchaus zusprechen.


Cover der einzelenen Volumes von KAZÉ

Das Release von Kazé

Die erste Staffel wurde in vier Volumes veröffentlicht, wobei jede Folge über 6 Folgen verfügt. Was schon einmal gegenüber den üblichen Anime-Releases als üppige Portion ausfällt. So kommt man bei jedem Volume auf 150 Minuten delikate Unterhaltung. Die deutsche Synchronisation ist super gelungen und es gibt keine nervige Stimme. Die Extras fallen nicht sonderlich groß aus, aber bei Vol. 1 gibt es einen Sammelschuber für alle Volumes der ersten Staffel. Es wird jedoch schwierig noch einen zu erbeuten, da sie auf 4000 Stück limitiert sind.

Fazit

FOOD WARS!  SHOKUGEKI NO SOMA übertrifft ein wohlschmeckendes Mahl um Längen. Es ist wie eine Geschmacksexplosion in der doch häufig recht faden Fast Food-Abteilung des nicht enden wollenden Anime-Outputs Japans. Um diese Serie sollte man definitiv keinen Bogen machen. Wer abhängig nach dieser leckeren ersten Staffel geworden ist, kann beruhigt sein: Staffel 2 FOOD WARS! THE SECOND PLATE wird bereits von Kazé in Deutschland veröffentlicht und Staffel 3 flimmert derzeit auf den japanischen Bildschirmen.

Ich hoffe, es hat gemundet!

 

Titel

Food Wars! Shokugeki no Soma
Staffel 1

Regisseur

Yoshitomo Yonetani

Poster

FOOD WARS!  SHOKUGEKI NO SOMA  Staffel 1 Poster

Release

Limited Edition Vol. 1 mit Sammelschuber (Blu-ray) von KAZÉ
bei Amazon kaufen (Affiliate Link)
Vol. 2 bei Amazon kaufenn (Affiliate Link)
Vol. 3 bei Amazon kaufen (Affiliate Link)
Vol. 4 bei Amazon kaufen (Affiliate Link)

Auflage

FOOD WARS! - Vol. 1 + Sammelschuber ist auf 4.000 Stück limitiert

Synchron - Sprecher

Raúl Richter (Souma Yukihira)
Ela Paul (Megumi Tadokoro)
Jamie Lee Blank (Yuki Yoshino)
Corinna Dorenkamp (Ryouko Sakaki)
Jana Kilka (Erina Nakiri)
Dennis Saemann (Shouji Satou)
David Schulze (Daigo Aoki)
Birte Baumgardt (Ikumi Mito)
Stefan Naas (Shun Ibusaki)
Felix Mayer (Zenji Marui)

Trailer

Mangavorlage

Nach dem Manga "Food Wars! Shokugeki no Soma" vom Autor Yūto Tsukuda und Zeichner Shun Saeki
Aktuell (Mai 2018) wurden mehr als 14 Millionen Exemplare verkauft und es gibt derzeit 30 Sammelbände

Animations - Studio

J. C. Staff

Serienumfang

Staffel 1 24 Folgen à 25 Minuten (veröffentlicht in Deutschland von KAZÉ)
Staffel 2 24 Folgen à 25 Minuten (veröffentlicht in Deutschland von KAZÉ)
Staffel 3 23 Folgen à 25 Minuten (derzeit nur in Japan)

Musik

Tatsuya Katō

Im Stream

Ihr könnt die Serie auch Streamen mit meinem Account bei AAnime on Demandnime on Demand

Altersfreigabe

Volumen 1 und 3 ab 12 Jahren
Volumen 2 und 4 ab 16 Jahren

Technische Daten der Blu-ray

Ton: Deutsch und Japanisch in DTS-HD 2.0 Stereo
Untertitel: Deutsch
Laufzeit: 150 min pro Blu-ray

Chefredakteur

Kann bei ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT mitsprechen / Liebt das Kino, aber nicht die Gäste / Hat seinen moralischen Kompass von Jean-Luc Picard erhalten / Soundtracks auf Vinyl-Sammler / Stellt sich gern die Regale mit Filmen voll und rahmt nur noch seine Filmposter

Keinen Beitrag verpassen
20

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.