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Alle Resident Evil Filme in der richtigen Reihenfolge

Die Filmreihe RESIDENT EVIL ist eine der umfangreichsten Computerspiel-Verfilmungen des 21. Jahrhunderts und bringt es auf sechs Teile. Die Charaktere und Handlung basieren auf dem japanischen Videospiel RESIDENT EVIL von Capcom, welches jedoch in Japan BIOHAZARD heißt und es aktuell auf elf Teile in der Kernserie gebracht hat. Die Handlung der Filmreihe konzentriert sich auf die Hauptfigur Alice, die in allen Teilen von Milla Jovovich gespielt wird. Die deutsche Produktionsfirma Constantin Film finanzierte die Reihe mit. Insgesamt spielten alle Teile an der Kinokasse über 1,2 Milliarden US-Dollar ein, wobei Japan mit der größten Fangemeinde den Löwenanteil hat.

Wie war nochmal die richtige Reihenfolge der Filme in der Zombieapokalypse?

Die Resident-Evil-Filme in der richtigen Reihenfolge

  • RESIDENT EVIL (2002)
    Regie: Paul W.S. Anderson
  • RESIDENT EVIL: APOCALYPSE (2004)
    Regie: Alexander Witt
  • RESIDENT EVIL: EXTINCTION (2007)
    Regie: Russell Mulcahy
  • RESIDENT EVIL: AFTERLIFE (2010)
    Regie: Paul W.S. Anderson
  • RESIDENT EVIL: RETRIBUTION (2012)
    Regie: Paul W.S. Anderson
  • RESIDENT EVIL: THE FINAL CHAPTER (2015)
    Regie: Paul W.S. Anderson

Hintergrund

1997 erwarb Bernd Eichinger die Filmrechte für Constantin Film. Ursprünglich sollte George A. Romero Regie führen und das Drehbuch schreiben. Der Entwurf orientierte sich sehr an der Spielreihe, wurde aber abgelehnt. Paul W.S. Anderson (MORTAL KOMBAT, EVENT HORIZON) sprang ein und drehte mit dem ersten Teil einen spannenden Survival-Thriller. Die Teile 4 bis 6 sind als Afterlife-Trilogie zu verstehen und wurden alle von Paul W.S. Anderson gedreht sowie das Drehbuch geschrieben. Das Filmprojekt hatte für Anderson noch einen weiteren Vorteil, denn er lernte seine Ehefrau kennen: Milla Jovovich. Das Duo Jovovich-Anderson beschert uns im Jahr 2020 eine weitere Computerspielverfilmung: MONSTER HUNTER.

Im Oktober 2020 gab Constantin-Film bekannt, dass es ein Reboot geben wird. Regisseur und Drehbuchautor Johannes Robert (47 METERS DOWN) wird sich an der Handlung der ersten beiden Videospiele orientieren und nach Raccoon City zurück ins Jahr 1998 reisen. Der Kinostart ist aktuell auf den 09.09.2021 angesetzt.

Kurz-Review

In der Filmfangemeinde stößt die Reihe nicht unbedingt auf viel Gegenliebe, jedoch überzeugte sie als erste in einem Zombie-Setting mit Action auf Blockbuster-Niveau. Unumstritten ist der erste Teil der Reihe auch der Beste. Der Erzählstrang mit immer mehr Hinweisen auf Alice Vergangenheit und was im Hive vorgefallen ist, bringt jede Menge Spannung. Außerdem ist die Figur Alice noch nicht so übermächtig wie es im weiteren Verlauf geschieht und auch der bösartige Großkonzern Umbrella hat noch nicht den immensen Einfluss bzw. die personelle Gegenspieler.

RESIDENT EVIL: APOCALYPSE zeigt zum ersten Mal die Außenwelt, welche vom T-Virus vernichtet wurde und die Menschheit in Zombies verwandelt hat. Das Ganze spielt in Racoon City, wo die Umbrella Cooperation das Wirtschaftsmonopol innehat. Alice bekommt hier ihre ersten DNA-Upgrades. Außerdem treten zum ersten Mal Charaktere aus den Videospielen auf: Jill Valentine und Carlos Olivera. Die Mischung Videospiel und Actionfilm will aber nicht richtig gelingen und der Film geht eher als guter B-Actionmovie durch.

RESIDENT EVIL: EXTINCTION öffnet die vom T-Virus verseuchte Welt noch einmal erheblicher. Alice zieht allein durch die Wüste und trifft auf eine Gruppe Überlebender, wo ein weiterer Videospielcharakter Claire Redfield (Ali Larter) eingeführt wird. Das Ganze hat zu viel MAD-MAX-Szenario, einen äußerst sinnfreien Bösewicht mit Dr. Isaacs (Iain Glen) und viele künstliche Weichzeichner auf den Gesichtern der weiblichen Schauspielerinnen. Außerdem werden Alices ihre Kräfte schon übernatürlich. Das Regiehandwerk schreit jedoch geradezu nach dem Western-Genre und eine Neuinterpretation von Hitchcocks VÖGEL kann man auch erleben. Dieser Teil fügt sich jedoch am Wenigsten in die Haupthandlung.

Mit RESIDENT EVIL: AFTERLIFE beginnt die finale Trilogie und ist auch der erste Teil, der in 3D im Kino gezeigt wurde. Es fühlt sich wie ein Neustart an und kann vor allem mit dem minutenlangen ruhigen Intro im regnerischen Tokio überzeugen. Leider folgt der Mittelteil im Gefängnis mit Charakteren aus dem Schablonen-Baukasten schon fast idiotischer Vorausschaubarkeit. Highlight ist das Auftreten eines Axeman, der im Videospiel The Executioner heißt und der Kampf im lichtdurchfluteten Containerschiff Arcadia zum Filmfinale. Hier wurde aber zum ersten Mal ein kräftiger Cliffhanger gesetzt, der manchen Kinozuschauer unbefriedigt aus dem Saal hat gehen lassen.

Zu einem richtigen Highlight der Reihe entwickelte sich RESIDENT EVIL: RETRIBUTION wegen dem besonders gelungenen Mix aus Computerspiel und Actionfilm. Unterschiedliche Szenarios können dank dem Umbrella-Testgelände unter Wasser glaubhaft in Szene gesetzt werden. Außerdem ist vor allem dieser Teil mit jeder Menge starker weiblicher Rollen besetzt und bietet gut choreografierte Kampfszenen. Beim Kampf im lichtdurchfluteten Flur spielt sogar Schauspiellegende Jackie Chan einen der angreifenden Zombies. Retribution wartet auch mit einer chinesischen Nebenrolle für Li Bingbing auf, was sicherlich ein Zugeständnis an die streng reglementierte Kinoaufführung in der Volksrepublik China zurückzuführen ist.

Wie der Titel schon verrät ist RESIDENT EVIL: THE FINAL CHAPTER der letzte Teil der Reihe. Extrem negativ fällt die hohe sinnfreie Schnittfolge auf. Der Schnitt scheint hier eher als Versuch über die schwache Handlung hinwegzutäuschen, verstanden zu werden. Es ist regelrecht unangenehm, alle 2 Sekunden eine neue Kameraeinstellung auf die Netzhaut geflimmert zu bekommen. Das Ende zwängt dem ganzen Franchise noch einmal einen allumfassenden Twist auf, der ist aber kaum noch nötig, weil durch den anstrengen Schnittrhythmus jegliches Eintauchen in die Handlung genommen wurde. Von den Logiklöchern zum Ende wollen wir gar nicht erst anfangen.

Fazit

Die RESIDENT-EVIL-Filme sind ganz klar als reines Unterhaltungskino zu verstehen und scheren sich recht wenig über künstlerischen Anspruch. Es ist vor allem Milla Jovovich zu verdanken, dass ihre Femme fatal die Filme nicht nur sehenswert macht, sondern dem Ganzen auch ein ikonisches Gesicht verleiht. Dennoch wirkt insgesamt alles zu unüberlegt, schnell geschrieben und wie ein günstiger Abklatsch popkultureller Filmreferenzen (MAD MAX, NEON GENESIS EVANGELION, THE WALKING DEAD). Teil 1 und Teil 5 sind die besten Filme der Reihe.

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