DAS DING KURT RUSSELL ©UNIVERSAL PICTURES

Das Ding aus einer anderen Welt – 1. Challenge Bericht

Auftakt der #FLUXGruselChallenge

Es geht los mit meiner Fluxkompensator Challenge. Ich habe mir für den Start einen alten, aber hoffentlich guten Klassiker ausgesucht. Selbst für jemanden, der wenig mit dem Horrorgenre zu tun hat, ist John Carpenter (HALLOWEEN, THE FOG) ein Begriff. So bin ich nicht das erste Mal über DAS DING gestolpert. In der Popkultur zahllos zitiert und als Inspiration genutzt, wird es Zeit diesen Film von meiner Watchlist zu streichen.

 

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Abkühlung in der Arktis

An einem dieser heißen Sommerabende, die uns dieses Jahr ganz schön schwitzen lassen, verstecke ich mich also auf meiner Couch und packe die frisch gekaufte Uncut Blu-ray Version in meinen Player. Bereits die ersten Töne von John Carpenter’s DAS DING sind bedrückend und unheimlich. Ich lasse mich gern von der Musik durch Filme leiten und so erzeugen die dumpfen Klänge von Ennio Morricones Score leichtes Unbehagen und eine gewisse Anspannung in mir. Dabei ist, bis auf einen explodierten Hubschrauber und einem mürrischen Kurt Russell, bisher nichts passiert. Der Film kann dieses Kribbeln in der Luft auch ohne Probleme in den ersten Minuten halten. Wie das Forschungsteam bin auch ich im Unklaren, wo die Reise hingeht. Es gibt keine Andeutungen oder Hinweise für das, was kommen wird. So einen ruhigen Aufbau lassen heutige Blockbuster selten noch zu. DAS DING gestattet sich dies auf einfache und natürliche Weise, dem Zuschauer wird Raum für seine eigenen Gedanken gegeben.
Mit einem Paukenschlag ändert sich die Stimmung des Films um 180 Grad. Plötzlich steht man dem Monster gegenüber! Schleimig, zuckend und brüllend ist es auf einmal da. Ich kann mir gut vorstellen, wie es den Zuschauern ergangen sein muss, die 1982 damit im Kino konfrontiert wurden. Selbst bei mir, als Kind des Internets, welches schon zu viel gesehen hat, setzt Ekel und Unwohlsein ein. Es ist beeindruckend, was ein Haufen Gummi und Bänder selbst heute mit unserer Phantasie bewirken kann. So sehr die CGI-Technik die Filmlandschaft auch im Griff hat, so unerreicht bleiben diese starken handgemachten Effekte.

Japanisches Promomaterial Quelle: outpost31.com
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Zeit zum Luftholen

Nachdem das Monster seinen ersten Auftritt hat, ist bei mir etwas die Anspannung verflogen. Der Film geht danach schon fast den Weg eines Krimis, in dem man mit den Figuren Theorien und Hinweisen nachjagt, wer Feind und wer Verbündeter sein kann. Im Laufe des Films erkenne ich immer wieder ikonische Momente, die mir vorher schon in anderen Medien begegnet sind, aber deren Zusammenhang ich bisher nie kannte.  Schon jetzt bin ich ziemlich zufrieden mit meiner Auswahl. Im letzten Drittel nimmt der Film nochmal deutlich Fahrt auf und es wird actionlastiger. Pappwände werden zerstört und immer mal wieder große Mengen Kunstblut verschüttet. Das Ganze ist charmant, verliert aber jeglichen Gruselfaktor. Trotzdem haben mich die turbulenten 109 Filmminuten geschafft. Wieder setzt die hervorragende Filmmusik ein, während Mac Ready (Kurt Russell) und Childs (Keith David) langsam verblassen und die Credits starten. Jetzt kann ich verstehen, wieso dieser Film als Meisterwerk gilt.

Titel, Cast und CrewDas Ding aus einer anderen Welt (1982)
OT: The Thing
PosterDas Ding aus einer anderen Welt Poster
ReleaseKinostart: 22.10.1982
Blu-ray bei Amazon kaufen (Affiliate Link):
RegisseurJohn Carpenter
Trailer
BesetzungKurt Russel (MacReady)
Wilford Brimley (Dr. Blair)
T.K. Carter (Nauls)
David Clennon (Palmer)
Keith David (Childs)
Richard Dysart (Dr. Copper)
Charles Hallahan (Vace Norris)
Peter Maloney (George Bennings)
Richard Masur (Clark)
DrehbuchBill Lancaster
RomanvorlageJohn W. Campbell Jr.
KameraDean Cundey
MusikEnnio Morricone
SchnittTodd C. Ramsay
Filmlänge109 Minuten
FSKab 16 Jahren

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