„Die Besten der Besten!“ – Die Top 5 Kinofilme 2018 (Christoph)

Die Regeln:

  • Die Top 5 von Filmen, die 2018 in den deutschen Kinos liefen.
  • Die 3 besten persönlichen Filmerlebnisse, die 2018 gemacht wurden.
  • Die Gurke 2018, welcher Film war die größte persönliche Enttäuschung des Jahres?

Die besten Kinofilme 2018 (Christoph)

Als Chef darf man sich kleine Ausnahmen von den Regeln erlauben: Nach genau 119 Filmen und Serien, die ich im Jahr 2018 bei IMDB als „gesehen“ eingeloggt habe, entschied ich mich dazu Filme herauszunehmen, die bereits von mir in diesem Jahr die 1,21 Gigawatt auf diesem Filmblog erhalten haben. (Hier könnt ihr die Filme noch einmal nachlesen). Ich muss noch einmal betonen, dass es in meinen Augen definitiv das Kinojahr für 20th Century Fox war, die nicht nur viel Stärke beim Belassen der originalen Filmtitel bewiesen haben, „3 billbirds, oudside … irgendwas. Ach, der mit mit der MacDormand“, sondern für Vielfalt auf den Kinoleinwänden gesorgt haben. Chapeau!

Meine Kinofilm-Highlights aus dem Jahr 2018

Platz 1: Thelma

Um diesen Film im Kino noch mitnehmen zu können, musste ich in eine andere Welt reisen: Berlin-Kreuzberg. Die Karl-Marx-Straße zeigte sich von ihrer Nicht-Schokoladenseite mit 4° Grad und Regen als Bonuszulage. Immerhin lockte das angeblich älteste Kino Berlins, leider konnten die Kinosessel mit diesem Alter auch mithalten. Aber was will man sich beschweren, im Rest der Republik musste man bei so einem Film auf die Blu-ray warten. THELMA entwickelte sich, dank komplettem Unwissen über die Geschichte vor dem Kinobesuch, zu einem wahren Filmgenuss, auf sinnlicher, spannender wie auch visueller Ebene. Da waren die Rückenschmerzen schnell vergessen. Hier findet ihr die Filmkritik zu meinem Superhelden-Film des Jahres: THELMA.

Platz 2: Tully

Ganz große Kunst eines Regisseurs zeigt sich, wenn er es schafft, zwei unterschiedliche Meinungen mit einem Film zu unterstützen, aber dennoch Verständnis für die andere Seite aufzubringen. Jason Reitman wuchs für mich zu einem der besten Regisseure der 2000er Jahre heran, hatte aber mit YOUNG ADULT einen Schritt bergab gewählt. Zum Glück konnte er mit TULLY wieder zu alter, erzählerischer Stärke mit echten Persönlichkeiten und viel Kenntnis über die Schönheit wie auch Melancholie unserer Gesellschaft aufzeigen. Eine Liebeserklärung an alle Mütter dieser Welt. Hier könnt ihr meine komplette Filmkritik lesen.

Platz 3: Bohemian Rhapsody

Die Astor Filmlounge in Berlin ist wohl das schönste Kino in Berlin. Leider sind die dort stattfindenden Pressevorstellungen in ihrer Qualität immer ein Münzwurf. Ich spreche jetzt nicht vom Kino, welches über alle Zweifel erhaben ist, sondern von den Filmen, die man dort mit einer Presseeinladung sieht. BOHEMIAN RHAPSODY hat mich seit langem wieder richtig aus dem Sessel in die Filmwelt gezogen und nur wieder ins Kino zurückgeschickt, um mir meiner Gänsehautmomente bewusst zu werden. Lang lebe QUEEN. Die vollständige Filmkritik könnt ihr hier nachlesen.

Platz 4: Der seidene Faden

Immer wenn ich in einer fremden Stadt bin, kundschafte ich auch gerne die Kinoszene aus. Dieses Mal war es Potsdam und dessen Thalia. Mitten in der Woche auf einen leeren Kinosaal gehofft, unterschätzte ich wohl das kulturbesessene Publikum der Brandenburger Landeshauptstadt. Bei Daniel Day Lewis kamen sie in Strömen und wir saßen eingequetscht zwischen Rotwein trinkenden Wohlstands-Rentnern. So hoch war das Kunstinteresse dann auch nicht, als immer wieder Schnarchlaute im Saal zu hören waren. Paul Thomas Anderson ist wieder auf der Erfolgswelle. Bei seinem nächsten Film hätte ich gern ein 70-mm-Kinorelease. Die Review zum Nachlesen findet ihr hier, geschrieben am Tag darauf, in der Lobby eines Vier-Sterne-Hotels. Das Leben als Filmkritiker kann so grausam sein.

Platz 5: The Rider

Ja, hier schummel ich wieder einmal, da ich diesen Film tatsächlich „nur“ als Presse-Stream zu Hause auf dem Fernseher gesehen habe. Aber dieses poetisch visuelle Kunstwerk hallte noch sehr lange in meinen Filmerinnerungen nach. Ein Portrait über einen der letzten Cowboys im Kino und zu Recht auf Guillermo del Toros Lieblings-Kinofilm-Liste 2018. THE RIDER ist leider ohne Blu-ray-Release in Deutschland erschienen, da Weltkino und Universum der Meinung sind, eine DVD und der HD-Download würde ihrer Käuferschaft gerecht werden. Gibt es schon eine Stiftung, die Blu-ray-Player verschenkt? Da würde ich gern einen Taler in die Box werfen. (Hier könnt ihr meine ausführliche Filmkritik zu THE RIDER lesen)

Die besten 3 Filme im Jahr 2018

Platz 1: Logan Lucky

Steven Soderbergh macht endlich wieder Filme, Halleluja. Zum Kinostart hatte ich LOGAN LUCKY leider verpasst, aber die Blu-ray in diesem Jahr bescherte mit einen Dauerlachanfall auf der heimischen Couch. Der Film ist mehr als ein OCEANS 11 auf der NASCAR-Bahn. Man sollte diesen Spaß unbedingt in Originalsprache ansehen. LOGAN LUCKY hat mir über Soderberghs experimentellen Fehlschlag UNSANE hinweggeholfen.

Platz 2: No Way Out

Ein intensiv erzähltes Drama auf wahren Begebenheiten. Es war sicherlich auch das Jahr von Josh Brolin, aber hier macht er Platz für ein Haufen Männer, die einen ungleichen Kampf führen. Das Ende haut einen um wie ein Windschlag und ich war froh, mir ein paar Tränen vor dem Fernseher zu verkneifen und nicht im Kino. Ausführliche Review.

Platz 3: The Green Fog

Es war ein besonderes Privileg, diesen Film im Kino sehen zu können und dann auch noch zur Berlinale. Eine geniale wie auch wunderschöne Liebeserklärung von Guy Maddin ans klassische Kino. Leider immer noch ohne Blu-ray-Release in Europa. Hier erfahrt ihr, um was es bei THE GREEN FOG geht.

Die Enttäuschung des Jahres 2018

© 2017 CBS Broadcasting, Inc.

So eine richtige Enttäuschung auf dem Filmsektor gab es nicht, ich hatte bei den schwachen Filmen wie TEENAGE MUTANT NINJA TURTLES: OUT OF THE SHADOWS oder THE WARRIOR GATE den muffigen Braten bereits gerochen. Aber ein filmisches Erlebnis hat mich über mehrere Folgen fast zum Wahnsinn getrieben: Die Serie STAR TREK: DISCOVERY. Ich weiß gar nicht, warum ich dieser Entehrung eines der genialsten Science-Fiction-Szenarios mit einem Verriss auf diesem Blog gewidmet habe, wahrscheinlich nur, um mein Herz zu schonen. Ich wollte es nur noch bis zum Staffelende durchstehen und als man dann noch bei den letzten Folgen in einem Nazi/Terraner-Paralleluniversum gelandet war, musste ich ständig vor mich hinmurmeln: Das ist kein STAR TREK. Das ist kein STAR TREK. Das ist kein STAR TREK. Ich hoffe nun auf die kommende Serie mit Patrick Stewart als Jean-Luc Picard.

Meine besten Kinofilme von 2017 gibt es hier –>

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