Top 5 Filme 2017 Fluxkompensator

„Die Besten der Besten!“ – Die Top 5 Kinofilme von 2017

Die Regeln:

  • Die Top 5 von Filmen, die 2017 in den deutschen Kinos liefen.
  • Die 3 besten persönlichen Filmerlebnisse, die 2017 gemacht wurden.
  • Die Gurke 2017, welcher Film war die größte persönliche Enttäuschung des Jahres?

Die besten Kinofilme 2017 (Christoph)

Platz 1 „Hell or High Water”

Hell or High Water Kinoposter

Als Neo-Western getarnt, schleicht sich dieser Blick auf die texanische Einöde in das Bewusstsein des Zuschauers. Ein Banküberfall aus den richtigen Gründen wird zu einem Zeitzeugen der Armut im mittleren Westen der USA. Großartige Schauspieler in Verbindung mit einem konzentrierten Drehbuch machen „Hell or High Water“ zu einer Mustervorlage des originellen Films.

Platz 2 „Blade Runner 2049“

Blade Runner Poster

Ich habe Denis Villeneuve bei dieser wichtigen Fortsetzung vertraut und er hat mich nicht enttäuscht. Die perfekte Weiterführung von futuristischen Existenzfragen mit viel Mut zum Unterhaltungsverbot. Danke an Sony Pictures und Warner Brothers, dass ihr den Mut und das Vetrauen geteilt habt, diesen nicht-kommerziellen Film zu produzieren.

Platz 3 „Dunkirk“

dunkirk Kinoposter

Ich muss zugeben, ich habe wirklich schlecht geschlafen vor der Pressevorstellung zu diesem Kriegsdrama von Christopher Nolan. Würde er mich wieder in seinen cineastischen Bann ziehen? Bei der 70 mm-Vorführung konnte ich die Explosionen erleben, das Salz des Meeres schmecken und die Kälte des Windes spüren. Die Szene, in der man in Tom Hardys Augen seine Gedanken lesen kann, sind belichtete Emotionen auf Film. Nach der Vorstellung hatte ich Angst, Bomber über der Stadt zu hören. Aber ich war der Einzige, der sie hören konnte. (ausführliche Kritik)

Platz 4 „Die Taschendiebin – The Handmaiden“

die taschendiebin Poster

Erotik hat schon lange Hausverbot im aktuellen Kinoprogramm. Kritiker-Liebling Park Chan-Wook hat es aber trotzdem geschafft mit drei interessanten Erzählperspektiven eine spannende und sinnliche Geschichte zu erzählen. Die vielen schönen Requisiten lenken nicht davon ab, dass Frauen die Männer schon lange nicht mehr brauchen, um glücklich zu sein. (Review zum Film und der Collector´s Edition)

Platz 5 „Moonlight”

Moonlight Poster

Nicht gerade die beste Wahl, sich diesen Film zum eigenen Geburtstag anzusehen, aber es ist eine der schönsten Geschichten über einen heranwachsenden Jungen, der auf der Suche nach der großen Liebe ist. In „Moonlight“ sind Hautfarbe und Geschlechtervorlieben kein Thema, wie es für unsere Gesellschaft auch sein sollte. Die richtige Wahl der Jury der 89. Oscarverleihung und wohl einer der besten Irrtümer in deren Geschichte. Die Empfehlung für den liebevollen Soundtrack von Nicholas Britell sei hiermit ausgesprochen.

 

TOP 3 der besten persönlichen Filmerlebnisse im Jahr 2017

Platz 1 „Five Came Back” (Netflix Originals)

five came back Netflix Poster

Was hat mich diese, drei Episoden umfassende, Dokumentation beeindruckt. Kinogeschichte über fünf legendäre Filmregisseure (William Wyler, Frank Capra, John Ford, John Huston und George Stevens), die ihren Dienst in die Kriegspropaganda des 2. Weltkriegs stellen. Ohne viel amerikanischen Pathos erzählen Steven Spielberg, Guillermo del Toro, Paul Greengrass, Francis Ford Coppola und Lawrence Kasdan wie ihre Regiehelden diese schwere Zeit erlebt haben und wie viel sie über das Medium Film gelernt haben. Eine der besten Dokumentationen, die auf Netflix derzeit zu sehen ist und eine perfekte Vor- oder Nachbereitung von „Dunkirk“.

Platz 2 “All is Lost”

all is lost kinoposter

Es gibt nur eine Person in diesem Film und kaum mehr als ein paar gesprochene Sätze in diesem fast schon philosophischen Blick auf uns selbst. Robert Redford versucht gegen das Schicksal zu bestehen und muss erkennen, wie viel er dafür zurücklassen wird. Eine nüchterne, spannende und wunderschöne Metapher für den konsumierenden Menschen im 21. Jahrhundert, denn wir haben viel mehr als wir brauchen.

Platz 3 “Immer Ärger mit Harry” (1955)

Immer Ärger mit Harry Poster

Ein richtiger Hitchcock-Fan war ich nie, aber wem es auch so geht, der sollte sich unbedingt diese schwarze Komödie über die lästige Existenz einer Leiche anschauen. Die Grundprämisse wurde schon hundertmal neu erzählt, aber dieser Film konnte mich, mit seinen stolzen 60 Jahren auf dem Buckel, immer noch ordentlich zum Lachen bringen.

 

Die Enttäuschung des Jahres 2017

„Suicide Squad“ (2016)

Suicide Squad Poster

Ich hatte keine Erwartungen an diesen Film, deswegen wollte ich ihn lieber in den eigenen vier Wänden zum ersten Mal sehen. Aber das war der belangloseste, ideenärmste und unnötigste Film seit Langem. Die Menge die an Geld für diese 123 Minuten Langeweile ausgegeben und wieder eingenommen wurde, hätte als Brennstoff für die Titanic mehr Sinn gehabt. Schade um David Ayer, der mit „Fury – Herz aus Stahl“ (2014), „Training Day“ (2001) und „End of Watch“(2012) schon viel Talent bewiesen hat.

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Chefredakteur

Kann bei ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT mitsprechen / Liebt das Kino, aber nicht die Gäste / Hat seinen moralischen Kompass von Jean-Luc Picard erhalten / Soundtracks auf Vinyl-Sammler / Stellt sich gern die Regale mit Filmen voll und rahmt nur noch seine Filmposter

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